Private Krankenversicherung

Für junge, gesunde Menschen mit gutem Einkommen kann die PKV sehr gut passen. Für andere wird sie über die Jahre teuer, und der Weg zurück ist schwer. Wir sagen dir ehrlich, wo du stehst.


Für wen die PKV passt, und für wen nicht

Die private Krankenversicherung ist eine Entscheidung für den Rest deines Lebens. Sie ist hervorragend für die einen und eine teure Last für die anderen. Eine grobe Einordnung:

  • Passt oft

    • Jung und gesund, mit gutem Einkommen und Luft nach oben
    • Angestellt und klar über der Versicherungspflichtgrenze
    • Selbstständig oder freiberuflich mit stabilem Einkommen
    • Allein, oder der Partner verdient selbst
  • Genau rechnen

    • Knapp über der Grenze, Teilzeit oder Elternzeit in Sicht
    • Kinder geplant, und einer verdient den Großteil
    • Selbstständig mit stark schwankendem Einkommen
    • Zwischen 40 und 50 Jahre alt
  • Eher nicht

    • Mehrere Kinder und ein Hauptverdiener
    • Ernste oder chronische Vorerkrankungen
    • Über 50, oder die Rente ist in Sicht
    • Wenn es vor allem um den günstigen Einstiegsbeitrag geht

Passt du eher in die rechte Spalte? Dann ist die gesetzliche Kasse mit einer guten Zusatzversicherung meist der bessere Weg. Zu den Zusatzversicherungen →


Darfst du überhaupt wechseln?

Als Angestellter brauchst du ein Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze. 2027 steigt sie deutlich stärker als sonst.

Versicherungspflichtgrenze für Angestellte

Bruttojahresgehalt. Wer 2026 zwischen beiden Grenzen liegt (schraffiert), ist ab 2027 wieder pflichtversichert, wenn er bis dahin nicht privat versichert ist. Der Wert für 2027 ist vom Kabinett beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen.

2026 liegt die Grenze bei 77.400 € im Jahr, 2027 bei 84.150 €. Darunter sind Angestellte gesetzlich pflichtversichert, darüber können sie wählen.

  • Selbstständig oder freiberuflich

    Du kannst dich unabhängig vom Einkommen privat versichern. Entscheidend ist, ob dein Einkommen den Beitrag auch in schwachen Jahren trägt.

  • Angestellt

    Dein regelmäßiges Gehalt muss über der Grenze liegen. Wann der Wechsel möglich ist und welche Fristen gelten, steht in unserem Ratgeber zur Grenze 2027.


Wie der Beitrag entsteht

Jung sparen, im Alter entlasten

Schema ohne Beträge. In jungen Jahren zahlst du mehr, als du kostest, der Rest wird als Altersrückstellung angespart. Im Alter gleicht sie aus. Steigende Preise im Gesundheitswesen erhöhen den Beitrag trotzdem.

In der PKV zahlt nicht dein Gehalt den Beitrag, sondern dein Risiko. Vier Dinge bestimmen ihn:

  1. Dein Alter beim Einstieg. Je jünger, desto länger wird angespart und desto niedriger der Beitrag.
  2. Deine Gesundheit beim Einstieg. Vorerkrankungen können Zuschläge oder Ausschlüsse bringen. Was später kommt, zählt nicht mehr.
  3. Was im Tarif steckt. Einbettzimmer, Zahnersatz, Heilpraktiker: Jede Leistung hat ihren Preis.
  4. Deine Selbstbeteiligung. Wer kleine Rechnungen selbst zahlt, senkt den Beitrag.

Dazu kommt ein gesetzlicher Zuschlag von 10 % bis zum 60. Geburtstag. Er wird angespart und senkt den Beitrag im Alter.


Ehrlich abgewogen

Was für die PKV spricht

  • Garantierte Leistungen. Was im Vertrag steht, gilt ein Leben lang. Der Gesetzgeber kann es nicht kürzen.
  • Beitrag unabhängig vom Gehalt. Wer gut verdient und jung einsteigt, zahlt oft weniger als den Höchstbeitrag der Kasse.
  • Ein Tarif nach deinen Wünschen. Einbettzimmer, Chefarzt, hochwertiger Zahnersatz, Heilpraktiker: Du legst fest, was drin ist.
  • Geld zurück. Viele Tarife erstatten Beiträge, wenn du ein Jahr keine Rechnungen einreichst.

Was du vorher wissen solltest

  • Familie kostet extra. Kinder brauchen meist einen eigenen Vertrag. In der Elternzeit läuft dein voller Beitrag weiter, ohne Zuschuss vom Arbeitgeber.
  • Du gehst in Vorleistung. Arzt und Krankenhaus schicken dir die Rechnung. Du zahlst und reichst sie ein.
  • Die Rente sinkt, der Beitrag nicht. Die Rentenversicherung gibt einen Zuschuss, der deckt aber nur einen Teil. Plan den Beitrag im Alter von Anfang an mit.
  • Der Weg zurück ist schwer. Zurück in die gesetzliche Kasse geht es nur unter engen Bedingungen, ab 55 in aller Regel gar nicht mehr.

So arbeiten wir

Junge, gesunde Menschen mit gutem Einkommen begleiten wir selbst, vom Vergleich bis zum Antrag. Bei Vorerkrankungen arbeiten wir mit spezialisierten Kollegen zusammen, die vorher anonym bei mehreren Versicherern anfragen. So landest du bei den Richtigen. Und wenn die PKV nicht zu dir passt, sagen wir dir das.

Zum PKV-Check

PKV-Check

Passt die private Krankenversicherung zu dir?

9 kurze Schritte, etwa drei Minuten. Wir fragen, was Versicherer wissen wollen, auch nach Vorerkrankungen und der Psyche. Danach siehst du, was für dich spricht und was wir vorab klären, und schickst uns die Angaben direkt.

Schritt 1 von 9 0 %
STATUS

Wie arbeitest du?

Davon hängt ab, ob du überhaupt in die private Krankenversicherung wechseln kannst.


Häufige Fragen

Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?

Am ehesten für junge, gesunde Menschen mit gutem und stabilem Einkommen, die keine oder wenige Kinder planen oder deren Partner selbst verdient. Wer knapp über der Grenze liegt, mehrere Kinder allein versorgt oder schon Vorerkrankungen hat, fährt mit der gesetzlichen Kasse und einer Zusatzversicherung oft besser.

Kann ich wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

Nur unter engen Bedingungen, etwa wenn du als Angestellter wieder unter die Versicherungspflichtgrenze fällst. Ab 55 ist der Weg zurück in aller Regel verschlossen. Plane die PKV deshalb als Entscheidung für den Rest deines Lebens.

Was passiert mit meinem Beitrag im Alter?

Der Beitrag hängt nicht von deinem Einkommen ab, er sinkt also nicht, wenn du in Rente gehst. Ein Teil deines Beitrags wird als Altersrückstellung angespart und dämpft spätere Erhöhungen, verhindert sie aber nicht. Einen Beitragsentlastungstarif für das Alter planen wir deshalb gleich mit ein.

Was ist mit meinen Kindern?

In der gesetzlichen Kasse sind Kinder oft beitragsfrei mitversichert. Bist du privat versichert und verdienst mehr als dein gesetzlich versicherter Partner, brauchen die Kinder meist einen eigenen Vertrag. Das rechnen wir vorher mit dir durch.

Warum fragt der Check nach meiner Gesundheit?

Weil die Versicherer nach Erkrankungen und Behandlungen fragen und danach entscheiden, ob und zu welchem Beitrag sie dich aufnehmen. Wir fragen nur grob nach Bereichen, keine Diagnosen im Detail. Die Angaben gehen direkt an unser Kontor, die Website speichert nichts, und du willigst dafür ausdrücklich ein.

Was kostet mich die Beratung?

Nichts. Vergütet werden wir über die Provision der Gesellschaft, bei der du am Ende abschließt.


Lass uns schnacken

Ruf an, schreib eine Nachricht oder buch dir direkt einen Termin – wir melden uns immer persönlich zurück.

Bitte keine Gesundheitsdaten, die besprechen wir am Telefon.

Wir rufen werktags innerhalb eines Tages zurück.

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