Familie absichern
Wer Kinder hat und ein Haus abbezahlt, sammelt über die Jahre mehr Verträge als Überblick. Wir sehen uns gemeinsam an, was wirklich zählt – und wo ihr euch etwas spart.
Zwei Bausteine, die jede Familie braucht
Über die Jahre sammelt sich ein Stapel Verträge: die Haftpflicht aus WG-Zeiten, die Risikolebensversicherung von der Bank, eine Unfallversicherung, die mal jemand empfohlen hat. Ob im Ernstfall alles greift, entscheiden vor allem zwei davon.
Privathaftpflicht
Ihr haftet laut Gesetz unbegrenzt, mit eurem ganzen Vermögen. Auch für vieles, was die Kinder anrichten.
Wer mitversichert ist ↓Familienabsicherung
Stirbt ein Elternteil oder kann lange nicht arbeiten, fehlt ein Einkommen. Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen dafür, dass die Familie dann nicht im Regen steht.
Wie viel ihr braucht ↓Was sonst noch dazugehört
- Hausrat und Wohngebäude Euer Zuhause und alles darin, bei Feuer, Einbruch, Leitungswasser und Sturm.
- Unfallversicherung Für Freizeit und Hobbys, denn die gesetzliche gilt nur bei der Arbeit, in Kita und Schule.
- Auto und Zweirad Prüfen wir mit, wenn wir eure Versicherungen insgesamt betreuen.
Wer in eurer Haftpflicht mitversichert ist
Eine Familienhaftpflicht gilt für den ganzen Haushalt. An zwei Stellen lohnt der Blick ins Kleingedruckte.
- 1
Du und dein Partner
Auch unverheiratet, wenn ihr zusammenwohnt und beide im Vertrag steht.
- 2
Minderjährige Kinder
Alle Kinder im Haushalt, auch Stief- und Pflegekinder.
- 3
Kinder unter sieben
Sie haften laut Gesetz noch nicht selbst. Zahlen soll der Vertrag trotzdem, das muss ausdrücklich drinstehen.
- 4
Kinder in der ersten Ausbildung
Auch volljährig und mit eigener Wohnung, solange Schule, Lehre oder Studium laufen. Danach brauchen sie einen eigenen Vertrag.
Woran du eine gute Haftpflicht erkennst
- Hohe Deckungssumme. Personenschäden können Millionen kosten. Mindestens 10 Millionen Euro pauschal sollten es heute sein.
- Forderungsausfall. Greift, wenn euch jemand schadet, der selbst nicht versichert ist und nicht zahlen kann.
- Weltweit und lange. Schutz auch im Urlaub und eine lange Nachhaftung, falls ein Schaden erst Jahre später auffällt.
Wie viel Absicherung braucht ihr?
Zwei Fragen, zwei Rechner: Was fehlt, wenn einer von euch stirbt? Und was, wenn einer von euch nicht mehr arbeiten kann? Schieb an den Reglern und sieh, was das für euch heißt.
Wenn einer von euch stirbt: Risikolebensversicherung
Der Bedarf ist heute am größten und sinkt jedes Jahr: Der Kredit wird kleiner, die Kinder werden selbstständig.
Vereinfachte Rechnung: Kredit als Annuitätendarlehen mit 3,5 % Zins, ohne Inflation und ohne vorhandenes Vermögen. Sie ersetzt keine Beratung, zeigt aber, warum eine fallende Versicherungssumme oft genügt und deutlich günstiger ist.
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Summe nach Bedarf
Zugeschnitten auf Restschuld, Einkommen und das Alter der Kinder. Pauschale Summen aus dem Baufinanzierungspaket passen selten.
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Jeder für sich
Jeder Elternteil, der zum Familieneinkommen beiträgt, braucht eigenen Schutz. Unverheiratete Paare versichern sich oft über Kreuz, das spart Erbschaftsteuer.
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Ehrliche Gesundheitsfragen
Sorgfältig und wahrheitsgemäß beantwortet, sonst zahlt die Gesellschaft im Ernstfall nicht. Wir gehen die Fragen mit euch durch.
Wenn einer von euch nicht mehr arbeiten kann: Berufsunfähigkeit
Eure Arbeitskraft ist das Wertvollste, was ihr besitzt. So viel ist sie bis zur Rente wert.
Wert deiner Arbeitskraft bis 67
ein Kästchen = ein Arbeitsjahr, das noch vor dir liegt
Vereinfachte Rechnung ohne Gehaltserhöhungen und Inflation, in Wirklichkeit liegt der Wert also eher höher. Mehr dazu auf der Seite Berufsunfähigkeit.
Geld allein reicht nicht
Die beste Versicherung hilft wenig, wenn im Ernstfall niemand entscheiden darf. Vier Dinge, die in jede Familie gehören, ganz gleich, wie gut ihr versichert seid.
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Vorsorgevollmacht
Wer entscheidet für dich, wenn du es selbst nicht kannst? Ehepartner dürfen das ohne Vollmacht nur sehr eingeschränkt.
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Patientenverfügung
Welche Behandlung du willst und welche nicht. Damit nicht die Familie am Krankenbett entscheiden muss.
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Sorgerechtsverfügung
Wer sich um eure Kinder kümmern soll, wenn euch beiden etwas zustößt. Sonst entscheidet das Familiengericht.
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Notfallordner
Verträge, Konten, Zugänge an einem Ort. Wer ihn je gebraucht hat, weiß, wie viel Arbeit er spart.
Wir sind keine Anwälte und setzen keine Verfügungen auf. Wir sorgen dafür, dass ihr daran denkt, und dass eure Versicherungen und Bezugsrechte zu dem passen, was ihr festlegt.
Wenn die Kinder größer werden
- Freizeit. Die gesetzliche Unfallversicherung gilt in Kita und Schule, nicht auf dem Spielplatz oder beim Sport am Wochenende. Für bleibende Folgen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit gibt es eine Kinderinvaliditätsversicherung.
- Schule und Ausbildung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich schon für Schüler abschließen, solange sie gesund sind, und zu niedrigen Beiträgen.
- Auszug und Auslandsjahr. Nach der ersten Ausbildung endet der Schutz in eurer Haftpflicht. Für ein Jahr im Ausland braucht es eine eigene Krankenversicherung.
Was wir davon halten
Nicht alles, was angeboten wird, muss auch abgeschlossen werden.
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Sterbegeldversicherung
Brauchen die wenigsten Familien. Wer eine Risikolebensversicherung hat, deckt die Kosten einer Beerdigung damit ohnehin ab, meist zu deutlich besseren Konditionen.
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Doppelt versichert
Über den Arbeitgeber, einen Verein oder eine alte Unfallversicherung läuft oft schon etwas mit. Bevor wir etwas Neues empfehlen, schauen wir, was schon da ist.
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Bündelprodukte
Viele Zusatzbausteine klingen nach Rundum-sorglos, kosten aber für Dinge, die zu eurer Situation nicht passen. Lieber jeden Baustein einzeln prüfen.
Risiko-Check für Familien
Was braucht eure Familie wirklich?
Neun kurze Fragen zu eurer Situation, gut zwei Minuten. Am Ende bekommt ihr eine erste Einschätzung, was für euch zählt – unverbindlich und ohne Kaufdruck.
Wohnt ihr im Eigentum oder zur Miete?
Das entscheidet, ob neben eurem Hausrat auch das Gebäude selbst eine Rolle spielt.
Leben in eurem Haushalt Kinder oder weitere Erwachsene?
Wichtig für den Umfang eurer Haftpflicht: Sie sollte den ganzen Haushalt abdecken, nicht nur eine Person allein.
Würde es für euch finanziell eng, wenn ein Einkommen wegfällt, durch Tod oder weil jemand lange nicht arbeiten kann?
Denkt an Miete, Kredit und laufende Kosten. Es geht allein um die finanzielle Situation, nicht um Gesundheit oder Vorerkrankungen.
Nutzt ihr privat ein Auto, Motorrad oder Moped?
Für jedes zugelassene Fahrzeug ist die Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Besitzt ihr Möbel, Technik oder Wertsachen, deren Verlust euch spürbar treffen würde?
Denkt an Einbruch, Leitungswasser oder Feuer – nicht nur an teure Einzelstücke.
Liegt euer Zuhause in einem Gebiet mit Starkregen-, Rückstau- oder Hochwasserrisiko?
Auch fernab von Flüssen kann Starkregen zum Problem werden – im Zweifel: „Unsicher“ ankreuzen.
Habt ihr Hobbys mit Verletzungsrisiko, oder geht jemand von euch zur Jagd?
Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin, nicht in der Freizeit. Und wer jagt, braucht eine eigene Jagdhaftpflicht.
Beschäftigt euch die Frage, ob eure Altersvorsorge später reicht?
Egal ob gesetzliche Rente, Versorgungswerk oder selbstständig ohne Pflichtrente: Ein Gefühl reicht als Antwort, eine genaue Zahl braucht es nicht.
Wann habt ihr eure bestehenden Versicherungen zuletzt zusammen angeschaut?
Gewachsene Verträge sind der häufigste Grund für Lücken oder doppelte Kosten.
So läuft das ab
Drei Schritte, keine Verpflichtung.
- 1
Wir schnacken
Kurzes Gespräch, telefonisch, per Video oder im Kontor. Du schilderst eure Situation, wir hören zu.
- 2
Wir prüfen
Wir sehen uns eure bestehenden Verträge an und decken auf, wo Lücken oder doppelte Kosten stecken.
- 3
Du entscheidest
Du bekommst eine klare Empfehlung ohne Kaufzwang. Was ihr daraus macht, entscheidet ihr.
Passt oft dazu
Häufige Fragen
Reicht eine Familienhaftpflicht für alle im Haushalt?
In der Regel ja – eine Familienhaftpflicht deckt beide Elternteile und die im Haushalt lebenden minderjährigen, unverheirateten Kinder mit ab. Wichtig ist ein Blick ins Kleingedruckte vor allem dann, wenn sehr junge Kinder im Haushalt leben, die selbst noch nicht haftbar gemacht werden können.
Was ist der Unterschied zwischen Risikolebens- und Kapitallebensversicherung?
Eine Risikolebensversicherung zahlt ausschließlich im Todesfall und ist reiner Schutz – dafür günstig. Eine Kapitallebensversicherung koppelt diesen Schutz mit einem Sparanteil und ist entsprechend teurer. Für die reine Absicherung der Familie reicht meist die Risikolebensversicherung.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Das hängt von eurer Situation ab: von der Restschuld des Hauses, dem Einkommen, das im Ernstfall ersetzt werden muss, und dem Alter der Kinder. Eine pauschale Zahl gibt es nicht – wir rechnen das gemeinsam durch.
Was passiert mit dem Vertrag, wenn sich etwas ändert – neues Kind, Umzug, Trennung?
Ein Vertrag, der einmal passt, passt nicht automatisch für immer. Meldet euch, wenn sich eure Situation ändert – wir prüfen dann, ob Summe und Bausteine noch stimmen.
Braucht jeder Elternteil eine eigene Risikolebensversicherung?
Ja. Anders als bei der Haftpflicht, die für den ganzen Haushalt gilt, braucht jeder Elternteil eine eigene Police – weil im Ernstfall jeweils das Einkommen der einzelnen Person ersetzt werden muss.
Lass uns schnacken
Ruf an, schreib eine Nachricht oder buch dir direkt einen Termin – wir melden uns immer persönlich zurück.
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